Fehler visualisieren. Mit einfachen Mitteln.

Wie Sie Mängel sichtbar machen – ohne erhobenen Zeigefinger.

Manchmal sind es die einfachsten Werkzeuge, die den größten Unterschied machen. Ein Whiteboard, ein paar Markierungen – und plötzlich werden Probleme sichtbar, Zusammenhänge klar und Lösungen greifbar.

Die Ausgangssituation:

In der Produktion eines Mandanten gab es eine unterschwellige Regel: Wer einen Fehler zugibt, macht sich angreifbar. Also blieben viele Ursachen unentdeckt. Kleine Hürden überging man – bis sie irgendwann zu großen wurden.

Das sollte sich ändern. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, nicht mit langen Meetings. Sondern mit einer abwischbaren Fehlertafel, die allen einen Überblick über den Ist-Zustand gewährten.

Ein Whiteboard: einfach, aber wirkungsvoll

Jeder Mitarbeiter konnte Fehler direkt an dem Punkt eintragen, wo sie auftraten. Ohne Umwege, ohne Bürokratie. Dadurch wurde sofort sichtbar: Wo entstehen Fehler? Gibt es Muster? Und vor allem – wenn keine äußeren Ursachen zu erkennen waren, lag das Problem tatsächlich in der Produktion. Ein Ansatz direkt am neuralgischen Punkt.

Anfangs war es zäh. Ja, man sträubte sich. Niemand trug gern Fehler ein, an denen er selbst beteiligt war. Doch mit der Zeit drehte sich das Bild: Diskussionen führte man nicht mehr mit Schuldzuweisungen, sondern über Lösungen. Und mit jeder Diskussion wuchs das Bewusstsein für Zusammenhänge.

Von Fehlern zu Zielen: Die Skalierung

Um die Auswirkungen auf die Produktion greifbar zu machen, wurde eine zusätzliche Spalte ergänzt – eine einfache Plus-Minus-Skalierung zwischen den Fehlerursachen und dem erreichten Ziel. Je nach erwarteter Ausbringung in der Zeiteinheit nutzte man 5er- oder 10er-Schritte.

Nun war sichtbar: Welche Fehler führen zu Minderleistung? Wiederholen sich bestimmte Muster? Wo lohnt es sich, genauer hinzusehen?  Sehen, verstehen, anpassen. Das Ergebnis: Kaum Frust mehr, weniger Schuldzuweisungen. Stattdessen ein dynamisches System, das man weiterentwickelte. Fehler wurden nicht länger vertuscht, sondern als Teil der Optimierung genutzt.

Und das Beste? Die Mitarbeiter übernahmen das System eigenständig. Es kam kein Druck von oben, eine Pflichtveranstaltung konnte man es beim besten Willen nicht nennen. Im Gegenteil: die Leute nutzten das Werkzeug einfach gerne.

Ein einfaches Whiteboard? Vielleicht. Aber eines, das Fehler sichtbar machte – und Lösungen gleich mitlieferte.

(projektbezogene Informationen anonymisiert, Daten verändert)

WIR KÖNNEN
INTRALOGISTIK.